Auswahl und Pflege von Schuhen Bewertungen
Wir haben die Chelsea-Boots der Marke Groundies getestet – das Modell Camden Dark Brown. Gleite bei jedem Schritt auf einer Welle aus Stil, Eleganz und maximalem Komfort.
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Getestetes Modell |
GROUNDIES CAMDEN WOMEN Dark Brown |
| Einsatzbereich | für die Stadt, für Barfußschuh-Einsteiger*innen |
| Obermaterial | glattes Ziegenleder mit matter Optik |
| Sohle | TrueSense® GO1 Sohle mit 3 mm Basissohle und 3,3 mm Profil |
| Futter | Mix aus wärmendem Fleece und atmungsaktiver OnSteam®-Mikrofaser |
| Passform | geeignet für mittelbreite bis schmalere Füße |
| Farbvarianten | dunkelbraun, schwarz, cognac |
| Verfügbare Größen | 36–42 |
| Preis | 2 529 Kč (mit 35 % Rabatt, gültig bis 20. 10. 2024 oder solange der Vorrat reicht) |
| Testbedingungen | Stadt, Land, ganztägiges Tragen |
| Hersteller | deutsche Marke Groundies |
Zum ersten Mal habe ich Barfußschuhe letztes Jahr getragen – leguano amalfi – und seitdem erweitere ich meinen Schuhschrank ständig um neue Stücke. Da ich aber ein absoluter Sommermensch bin, sind die meisten davon Sandalen oder Sneaker.
Meine Herbstgarderobe kaufe ich generell nur sehr ungern – egal ob Schuhe oder Kleidung – und deshalb hättet ihr bei mir bis heute eine herbstliche Barfuß-Variante vergeblich gesucht. Als dann die gefütterten Groundies-Stiefeletten auf der Bildfläche erschienen, konnte ich nicht widerstehen.
Ich wollte ausprobieren, ob mir zumindest „barfuß“ der graue, kalte Herbst ein bisschen angenehmer wird. Und genau so war es.


GROUNDIES CAMDEN ist ein klassischer Chelsea-Boot, der die entspannte Atmosphäre des gleichnamigen Londoner Stadtteils mit typisch englischer City-Eleganz verbindet.
An- und Ausziehen ist wirklich unglaublich einfach. Wegen meiner kräftigeren Waden meide ich Stiefeletten eher – gerade das Anziehen ist oft der Knackpunkt, besonders bei schmaleren Schuhen.
Bei Groundies könnt ihr dieses Problem aber sofort vergessen. In die Schuhe schlüpft ihr in Sekunden – einfach, bequem und ganz ohne Schuhlöffel. Ausziehen geht sogar noch leichter.
Die seitlichen Gummieinsätze sorgen dafür, dass der Schuh genau so am Bein anliegt, dass er bequem sitzt und gleichzeitig auch an einem breiteren Fuß elegant aussieht.
Aus den angebotenen Varianten habe ich Dunkelbraun gewählt. Dieser Braunton passt für mich einfach am besten zu dieser Jahreszeit und ist gleichzeitig eine Farbe, die zu fast jedem Outfit harmoniert.

Außerdem wollte ich dem klassischen Schwarz aus dem Weg gehen: zeitlos, ja – aber davon haben wir alle schon genug im Schuhschrank, und fröhlicher wird der Herbst dadurch definitiv nicht.
Das Modell Dark Brown ist aus Wildleder gefertigt und braucht eine spezielle Pflege. Genau wie Nubuk hat es einen großen Nachteil: Es ist empfindlich gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Kommen diese Materialien mit Wasser in Kontakt, dunkeln sie sehr wahrscheinlich nach. So können Flecken entstehen, die dem Schuh im positiven Sinne mehr Charakter geben – im negativen Sinne aber den perfekten Look stören. Das lässt sich jedoch lösen: Für Nubuk und Wildleder bekommt ihr spezielle Radierer und Bürsten, die schonend sind und solche Flecken entfernen können.
Wenn du tiefer in die Welt der Materialien für Barfußschuhe – von Klassikern bis zu innovativen Neuheiten eintauchen möchtest, lies den Artikel mit Pflegetipps.

Ich habe die Schuhe Anfang September abgeholt – als die Außentemperaturen noch über 30 °C lagen und es wirklich nicht danach aussah, dass ich bald zu gefütterten Schuhen greifen würde. Aber das Wetter kann uns perfekt überraschen, und dieses Jahr hat es den Übergang in den Herbst regelrecht im Eiltempo hingelegt.
In der zweiten Septemberwoche sind die Temperaturen von einem Tag auf den anderen von sommerlichen 30 Grad auf die Hälfte gefallen – und mit der starken Abkühlung kam auch ein ebenso heftiger Regen. Damit war der ideale Zeitpunkt zum Umsteigen und Testen des neuen Modells da.

Wegen der Regenprognose habe ich schnell meinen Imprägnierspray-Vorrat aufgefüllt und die Schuhe sofort behandelt. Und das hat sich gelohnt. Lies deshalb auch, wie du Leder-Barfußschuhe richtig pflegst. Die Regentage wurden mehr, und die noch vor Kurzem aufgeheizten Gehwege waren plötzlich kalt unter den Füßen – und Wasserströme liefen darüber.
Obwohl ich zu den Menschen gehöre, denen fast zehn Monate im Jahr kalt ist, habe ich trotz der sehr dünnen Sohle überraschenderweise keine Kälte gespürt. Die Fütterung ist sehr angenehm, und wenn die Temperaturen noch etwas weiter sinken (etwa Richtung 10 °C), reicht es, einfach dickere Socken anzuziehen.
Auch Regen in der Stadt hat mich beim Gehen nicht eingeschränkt. Obwohl die Oberfläche der Schuhe durchnässt aussah, kam ich jeden Tag mit trockenen Füßen nach Hause. Ich habe mich gefreut, dass die Boots auch bei Regen eine gute Option sind … aber auch das hat seine Grenzen, wie sich später zeigte.

Stadtstraßen, wo das Wasser in die Kanalisation abläuft und sich größere Pfützen auf dem Pflaster nicht lange halten, bieten fürs Laufen im kalten Herbstregen doch andere Bedingungen als zum Beispiel das Land.
Auch wenn die Schuhe als City-Modell bezeichnet werden, wollte ich sie auch etwas außerhalb testen und bin damit zu einem Familien-Fotoshooting in ein Dorf unweit von Prag gefahren. Der Spaziergang in natürlichem Gelände fühlte sich eher wie eine angenehme Massage an, und das Gehen war bequem und gut machbar – bis plötzlich ein heftiger Wolkenbruch losging.
Er erwischte uns genau in dem Moment, als wir mitten auf einem offenen Feld Familienporträts fotografierten. Zehn Minuten im nassen Gras haben gereicht – und trotz Imprägnierung hatte ich auf einmal einen kleinen See im Schuh. Der Heimweg in durchnässten Boots war bei dem kühlen Wetter dann wirklich nicht angenehm.
Wenn auf der offiziellen Herstellerseite steht, dass es sich um City-Schuhe handelt, dann hör darauf und nutz sie wirklich nur in der Stadt.

In neuen Schuhen im Büro zu sitzen, wo man am Tag höchstens ein paar Mal zum Kopierer läuft, oder damit zu einem dreistündigen Shooting zu gehen – das ist das eine. Aber den ganzen Tag darin auf den Beinen zu sein … das ist ein echter Test.
Also habe ich die Boots gleich in der ersten Woche bei meinem eintägigen Fotoworkshop getragen. Das Wetter war nicht gerade freundlich, und den ganzen Tag draußen zu stehen und auf den richtigen Moment zu warten, war eine echte Feuerprobe.

Solange man in Bewegung ist, droht Kälte von unten nicht so schnell. Aber stundenlanges Stehen und Herumtreten auf der Stelle bei kühlem Wetter und unangenehmem Nieselregen – da holt man sich wirklich leicht eine Erkältung.
Wie sich aber gezeigt hat, hat die Fütterung der Schuhe wirklich hervorragend funktioniert – und ich habe es sogar ohne Wollsocken geschafft, mit denen mich eine Freundin für die Unterrichtszeit in diesen Monaten jedes Jahr großzügig versorgt.
Neben der Wärme habe ich auch geschätzt, dass mir selbst nach einem ganzen Tag auf den Beinen die Füße nicht wehgetan haben, ich keine einzige Blase oder Druckstelle hatte und mich den ganzen Tag rundum wohlgefühlt habe.

Der Wechsel auf Herbstschuhe war für mich immer ein Albtraum. Von bequemen, offenen Sommerschuhen auf geschlossene Schuhe umzusteigen, ging bei mir nie ohne Blasen und Unbehagen.
Schnüren und Anziehen von Stiefeletten in warmer Kleidung, kurz bevor man die Wohnung verlässt, fühlte sich an wie eine akrobatische Leistung – nach der man eher eine Dusche bräuchte als den Gang hinaus in den kalten Tag.

Und weil ich zu den Frostbeulen gehöre, denen von den Füßen aus ständig kalt ist, war es nie leicht, Schuhe zu finden, die gleichzeitig bequem sind und warm halten.
GROUNDIES CAMDEN WOMEN Dark Brown sind für mich deshalb die ideale Herbst-Option für die Stadt, die all diese Probleme auf einmal löst. Es sind extrem bequeme Schuhe, die sich schnell und einfach anziehen lassen (was ich besonders schätze, wenn es mal eilig ist).
Sie passen zu Rock und Hose, ins Büro genauso wie in der Freizeit – und halten meine Füße auch bei kühlerem Wetter warm. Wenn du zusätzlich imprägnierst, kannst du damit auch bei leichtem Regen losziehen. Und Blasen oder schmerzende Druckstellen? Die sind für mich endlich Geschichte.

Jana Kupčáková, ursprünglich aus České Budějovice, ist Absolventin und seit 2013 auch Dozentin der Schule für kreative Fotografie in Prag. Intensiver widmet sie sich der Fotografie seit 2008. In dieser Zeit hat sie mehrere Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland absolviert, und ihre Fotos wurden in mehreren Fotopublikationen veröffentlicht. 2012 erhielt sie die Auszeichnung „Fotografin des Jahres“ des Magazins FotoVideo, ihre Bilder erschienen im renommierten Nikon-Kalender, und sie ist aktives Mitglied der weltweiten Fotocommunity WOMEN STREET PHOTOGRAPHERS.
Zur Fotografie brachte sie ihre zweite Leidenschaft – das Reisen. Und genau diese beiden größten Hobbys versucht sie aktiv miteinander zu verbinden. Auch wenn sie von ihrem Umfeld eher als vielseitige Fotografin wahrgenommen wird, konzentriert sie sich in ihrer Arbeit vor allem auf humanistische Fotografie und damit verbundene Szenen aus dem Alltag.

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