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Wir haben die gefütterten leguano husky getestet. Sie erfüllen hohe Ansprüche an Outdoor-Schuhe und verbinden Komfort und Flexibilität selbst unter extremen Bedingungen.
Den Winter nördlich des Polarkreises in Barfußschuhen zu verbringen, klingt auf den ersten Blick nicht gerade nach der vernünftigsten Idee. Doch Vorurteile beiseite: leguano husky kommen auch mit dem scheinbar unangenehmen Frost erstaunlich gut zurecht.
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Getestetes Modell |
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Einsatzbereich |
leichtes Trekking, Winter, Freizeit, Stadt |
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Obermaterial |
Polyurethan |
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Futter |
Kunstfell aus Polyester |
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Sohle |
LIFOLIT® |
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Passform |
auch für mittelbreite bis schmalere Füße geeignet |
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Schafthöhe |
mid (mittel) |
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Farbvarianten |
Schwarz |
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Verfügbare Größen |
36–47 |
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Preis |
5 399 Kč |
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Testbedingungen |
Norwegen und Pyrenäen Winter/Frühling, bis –20 °C, Schnee, Wasser, Berge |
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Hersteller |
leguano |
Die norwegische Stadt Tromsø ist weltweit die drittgrößte Siedlung nördlich des Polarkreises. Die Durchschnittstemperatur in den Wintermonaten liegt hier dank des Golfstroms nur bei etwa –4,5 °C, und das rekordverdächtige Minimum erreichte nicht einmal –19 °C. Trotz stabiler Schneedecke ist das Wetter sehr wechselhaft, und die Temperaturen springen gelegentlich sogar über null. In Tromsø arbeite ich im Winter als Fotograf und Guide für Polarlichter. Unter diesen kompromisslosen Bedingungen habe ich die Winterstiefel LEGUANO HUSKY ordentlich getestet. Und zwar richtig.
Die Barfußschuhe LEGUANO HUSKY sind in erster Linie für Herbst, Winter und Frühling gedacht. Auf den ersten Blick wirken sie sehr dünn – was schnell den Eindruck erweckt, sie könnten unmöglich warm genug sein. Dank des gefütterten Innenfutters ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Außerdem sitzen die Schuhe schon vom ersten Anziehen an angenehm und sorgen für Komfort von den Zehen bis zur Ferse. Durch die höhere Ausführung über den Knöchel gelangt Wasser nur schwer hinein, und mit einer gut aufgetragenen Imprägnierung musst du dich vor Nässe überhaupt nicht fürchten.
Das Anziehen ist dank der Schuhweite unkompliziert, und das Schnüren ist keine Wissenschaft. Selbst wenn die Schuhe fest gebunden sind, fühlen sie sich am Fuß immer noch wie bequeme Hausschuhe an.
Die Sohle mit dem Blasenmuster ist sehr dünn und bietet gleichzeitig maximales Bodengefühl. In den Schuhen bin ich oft auch mehrere Dutzend Kilometer gelaufen und hatte kein einziges Mal Probleme mit Blasen oder anderen Druckstellen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich lange Strecken gewohnt bin – Barfußschuh-Neulinge sollten sich langsam herantasten.
Auf rutschigem Untergrund halten die Schuhe dank des ungewöhnlichen Sohlenprofils ziemlich zuverlässig. Natürlich rutscht es auf glattem Eis oder in nassem Schlamm genauso wie in allen anderen Schuhen – insgesamt habe ich mich in den leguano husky aber sicher gefühlt.
Durch die dunkle, universelle Optik passen die Schuhe zu fast jedem Outfit. In der Stadt fühlte ich mich damit elegant, in den Bergen habe ich mich unter den Sportlichen ganz selbstverständlich eingefügt. Optisch ist diese Vielseitigkeit hier definitiv ein Plus.
In diesen abgelegenen Ecken unseres Planeten arbeite ich als Fotograf und Guide für Polarlichter. In der Praxis heißt das, dass ich lange Nächte draußen verbringe – also definitiv die kälteste Zeit des ganzen Tages. Je nach Wetter fahren wir zum Beobachten entweder in Küstennähe oder ins Landesinnere. Am Meer sind die Temperaturen angenehmer, und der größte Feind ist hier vor allem Salzwasser. Es ist schon vorgekommen, dass ich aus Unachtsamkeit die Schuhe von einer kleineren Welle erwischen ließ. Mit gut imprägnierter Oberfläche ist das jedoch kein Problem – auch wenn es grundsätzlich besser ist, Salzwasser möglichst zu vermeiden.
Im Landesinneren entlang der finnischen und schwedischen Grenze können die Temperaturen extrem niedrig werden – und bei rund minus zwanzig Grad und langem Stehen draußen ist das alles andere als angenehm. Gegen die Kälte könnte man sicher mit einer dickeren Einlegesohle arbeiten, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ausreichen würde, um die Füße wirklich warm zu halten. Mit der Zeit habe ich mir eine gewisse Toleranz gegenüber Kälte von unten aufgebaut.
Wenn es zwischendurch zu Tauwetter kam, verwandelten sich die Straßen von Tromsø schlagartig in ein riesiges Planschbecken. Die ganze Zeit über war ich wirklich positiv überrascht, wie zuverlässig diese Schuhe Wasser von außen abhalten.
Am meisten von allem habe ich jedoch den unersetzlichen Komfort genossen, den ich bei kaum einem anderen Schuh so stark wahrgenommen habe.
Im April 2022 bin ich für einen kurzen Besuch in die spanischen Pyrenäen aufgebrochen. Auf 2.000 m Höhe und darüber lag immer noch mehr als ein Meter Schnee – womit ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet hatte. Die Wanderwege in diesen Höhen waren vor allem auf Skitourengeher und Menschen mit Schneeschuhen ausgelegt. Ich gehörte natürlich zu keiner dieser Gruppen, und es blieb nichts anderes übrig, als das Ganze irgendwie in Barfußschuhen zu meistern.
Damals hätte ich alles an den Füßen haben können – trocken wäre ich so oder so nicht geblieben. Rund 25 km, stellenweise bis zu den Knien im Schnee – und trotzdem wollte ich am Ende auf den Komfort meiner LEGUANO HUSKY nicht verzichten.
Diese Erfahrung hat mich überzeugt, dass auch scheinbar lässige Schuhe selbst mit anspruchsvolleren Bedingungen problemlos klarkommen.
Minimalismus ist seit vielen Jahren meine persönliche Obsession. Je weniger Dinge ich besitze, desto freier fühle ich mich – und wenn ich mich doch entscheide, mein Leben um etwas Materielles zu bereichern, dann lege ich Wert auf Qualität. Die Barfußschuhe LEGUANO HUSKY haben mich definitiv nicht enttäuscht. Ich mag ihren eleganten, durchdachten Stil und als Dauerreisender schätze ich auch das geringe Gewicht und das fantastische Packmaß.
Für extrem eisige Bedingungen würde ich eher noch wärmere Schuhe in Betracht ziehen – für den normalen Wintereinsatz erfüllen sie aber alle Anforderungen wirklich hervorragend. Außerdem fand ich es angenehm, dass ich in beheizten Innenräumen keine Probleme mit schwitzigen Füßen hatte. Auf rutschigem Untergrund greifen sie dank der ungewöhnlichen Sohle wirklich gut, und sowohl in der Stadt als auch in den Bergen sehen sie einfach klasse aus.
Schon beim ersten Anziehen wusste ich: Das passt zwischen uns.
Die Barfußschuhe leguano husky wurden getestet von Marek Rybář. Begeisterter Reisender, professioneller Fotograf und Guide, extremer Minimalist und ewiger Backpacker. Mit einer Leidenschaft für die Natur zieht es ihn am häufigsten in nordische und bergige Länder, wo er die atemberaubenden Landschaften und die allgegenwärtige Stille genießt. In seiner Freizeit schreibt er außerdem einen Blog über seine Abenteuerreisen. Im Winter führt er Touristinnen und Touristen zu Polarlichtern im Norden Norwegens, den Rest des Jahres widmet er sich Fotografie und Workshops.

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