Auswahl und Pflege von Schuhen
Stylistin Kristýna Hrabalová zeigt, wie du 15 Kleidungsstücke maximal nutzt und daraus über 20 stylische Kombinationen für Herbsttage zusammenstellst.
Jedes Jahr zu Beginn des Herbstes holen wir Pullover, Mäntel und wärmere Hosen aus dem Schrank. Und obwohl wir eigentlich genug Kleidung haben, meldet sich dieses bekannte Gefühl: „Ich habe nichts zum Anziehen.“
Meistens müssen wir dafür gar nichts Neues kaufen – es reicht, das besser zu nutzen, was bereits im Kleiderschrank hängt. Wir haben uns mit Stylistin Kristýna Hrabalová, der Autorin der App KriStyle, zusammengetan, damit sie uns zeigt, wie du dir für den Herbst eine Kapselgarderobe zusammenstellst: eine kleinere, durchdachte Auswahl an Kleidung, aus der sich Dutzende verschiedene Outfits zaubern lassen.
Eine Kapselgarderobe ist eine durchdachte Auswahl an Kleidung, die sich untereinander leicht kombinieren lässt. Sie muss weder eine festgelegte Anzahl an Teilen enthalten noch komplett neutral sein – wie sie aussieht, hängt immer von deinem Lebensstil, deinem Job, dem Wetter und deinem persönlichen Geschmack ab.
Der größte Vorteil: Sie funktioniert als Gesamtpaket, und die meisten Teile lassen sich miteinander kombinieren. Statt eines Schranks voller einzelner schöner Stücke entsteht so ein Set, das wirklich zusammenpasst.
„Es geht nicht darum, dass wirklich der komplette Kleiderschrank miteinander funktionieren muss – das ist unrealistisch und auch nicht das Ziel. Wichtig ist, dass sich mindestens 70 Prozent von dem, was wir im Schrank haben, miteinander kombinieren lassen. Ein paar Teile, wie zum Beispiel festliche Kleider, behalten wir natürlich immer für besondere Anlässe“, erklärt Kristýna Hrabalová.
Am 5-4-3-2-1-Prinzip findet sie besonders spannend, dass es zeigt, wie du aus 15 Teilen ganz entspannt 20 und mehr Outfits zusammenstellen kannst. Du konzentrierst dich nur auf diese Stücke und verstehst, wie eine kleine Veränderung den ganzen Look verwandelt – oft reicht es, Sneaker gegen Ballerinas zu tauschen, und schon wirkt das Outfit eleganter. Und dank Layering lässt sich ein Basislook im Laufe des Tages ans Wetter anpassen: einfach Pullover, Blazer, Mantel oder Schal dazu – oder wieder weg.
Das 5–4–3–2–1-Prinzip ist keine exakte mathematische Formel, die du bis zum letzten Teil einhalten musst. Es ist eine praktische Orientierung, die dir hilft, deinen Kleiderschrank als Ganzes zu betrachten.
Das sind T-Shirts, Hemden, Blusen.
Wähle solche, die du wirklich tragen wirst und die zu den meisten Unterteilen passen. Sie müssen nicht alle gleich oder neutral sein – eins davon darf gern ein Statement-Piece sein.
Das können Jeans, Hosen, Röcke oder auch Kleider sein.
Hier lohnt es sich, auf Vielfalt zu setzen. Vier sehr ähnliche Jeans bieten nicht so viele Möglichkeiten wie eine Mischung aus Jeans, einer eleganteren Hose, einem Rock und zum Beispiel einer bequemen Jerseyhose.
Ohne Layering geht es im Herbst praktisch nicht.
In diese Kategorie fallen zum Beispiel Pullover, Cardigan, Blazer oder eine leichtere Jacke. Gerade diese Schichten entscheiden oft darüber, ob aus derselben Basis ein ganz normales Alltagsoutfit wird – oder eine deutlich elegantere Kombination.
Und hier kommt der Teil, der bei der Planung oft vergessen wird.
Schuhe sind nicht nur etwas Praktisches, das wir ganz am Ende anziehen – sie können den Charakter des gesamten Outfits stark verändern. Deshalb lohnt es sich bei der Auswahl nicht nur darauf zu achten, ob sie dir gefallen, sondern auch darauf, mit wie vielen Teilen aus deinem Kleiderschrank du sie wirklich kombinieren wirst.
In einer Herbst-Kapsel kann es also sinnvoll sein, ein eher universelles Paar für jeden Tag zu haben – und ein zweites, das den Look in eine andere Richtung lenkt, zum Beispiel eleganter oder auffälliger.
Die letzte Eins steht für eine Handtasche oder einen Rucksack – oder für ein Teil, das dem Outfit Persönlichkeit gibt: ein auffälliger Schal, Gürtel, Schmuck oder ein anderes Accessoire.
Gerade Accessoires sind eine tolle Möglichkeit, den Kleiderschrank zu variieren, ohne jedes Mal neue Kleidung kaufen zu müssen.
So sieht die komplette 15-teilige Kapsel zusammen aus – und ein paar Outfits, die sich daraus kombinieren lassen:

Für ihre Herbst-Basiskapsel hat Kristýna diese Barfußschuhe ausgewählt:
Leoparden-Barfußsneaker RAYVE Rio dienen als auffälligeres Element der Kapsel. „Leopardenmuster funktioniert in der Herbstgarderobe fast wie eine neutrale Farbe – es lässt sich gut mit Braun, Beige, Schwarz, Denim und Creme kombinieren. Gleichzeitig kann es ein sehr schlichtes Outfit sofort aufwerten“, sagt Kristýna.
Schwarze Chelsea Boots FRODDO CHELYS II übernehmen in der Kapsel die gegenteilige Rolle – sie sind ruhiger, universeller und bilden durch die schwarze Farbe einen Gegenpol zum auffälligeren Leopardenpaar. Sie passen zu Hosen, Jeans und langen Röcken und funktionieren super zu Mantel, Blazer und Weste. Dank des Reißverschlusses an der Innenseite lassen sie sich leicht anziehen.
Und jetzt schau dir an, wie viele Outfits sich aus diesen Teilen zusammenstellen lassen. Und das sind längst nicht alle!

Es geht nicht darum, einen vollen Kleiderschrank zu haben, sondern darum, dass die einzelnen Teile wirklich zusammen funktionieren. 5 Oberteile, 4 Unterteile, 3 Layering-Teile, 2 Paar Schuhe und 1 Accessoire – und daraus lassen sich ganz entspannt 20 und mehr verschiedene Outfits kombinieren, ohne auch nur ein einziges neues Teil hinzufügen zu müssen.
Wenn wir also das nächste Mal denken „Ich habe nichts zum Anziehen“, schauen wir zuerst, ob es vielleicht einfach daran liegt, dass wir die Teile im Schrank noch nicht voll ausschöpfen und kombinieren.
Im zweiten Artikel schauen wir uns gemeinsam mit Kristýna Hrabalová an, wie du deine Herbst-Kapsel clever ergänzen kannst, welche Einkaufsfehler am häufigsten passieren, warum Materialien bei Herbstkleidung so wichtig sind und wie du alles pflegst, damit dir deine Garderobe jahrelang gute Dienste leistet.
Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Kristýna Hrabalová, Stylistin für Frauen im Alltag und Autorin der App KriStyle, die ihren Blick auf Styling direkt in die Kleiderschränke bringt. Sie ist überzeugt: Die beste Garderobe ist nicht die, zu der wir ständig etwas hinzufügen, sondern die, aus der wir das Maximum herausholen können.

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